» Neukölln

Autor: Christian

Halloween in Berlin feiern nicht nur die Großen. Auch für Kinder gibt es ein buntes Programm für den letzten Samstag Abend der Herbstferien, wenn es wieder heißt:“Süßes oder Saures!“


Halloween für Kinder in Berlin

Halloween ist ein Feiertag, der in den letzten Jahren ähnlich wie der Coca Cola-Nikolaus aus den USA zu uns nach Deutschland rüber schwappte. Seine Ursprünge hat das gruselige Fest allerdings in Irland. An schaurigen Motiven und schrillen Verkleidungen haben aber nicht nur die Erwachsenen Spaß. Auch für Kinder hat Berlin ein breit gefächertes Halloween-Programm zu bieten, selbst für den kleinen Geldbeutel. Hier mal ein kleiner Überblick, was Familien mit Nachwuchs am Samstag, den 31. Oktober alles so  unternehmen können.

Hier in Berlin heißt es am Samstag überall Süßes oder Saures!

Ein vielfältiges Bühnenprogramm, Zauberei, Kleinkünstler und Hexentanz im gruseligen Ambiente bietet die Zitadelle in Spandau Kindern und ihren Eltern. Dazu findet eine Gruselparade statt, bei der das schönste Kostüm gewählt wird. Der kreative Nachwuchs kann sich beim Kürbisschnitzen und Malen von Gruselbildern die Zeit vertreiben und mit etwas Glück bei einem Wettbewerb gewinnen! Der Eintritt für Erwachsene kostet 4 Euro, Kinder zahlen 1 Euro. Außerdem können sie an kostenlosen Führungen durch die Zitadelle teilnehmen. Los geht es um 17:00h, mehr Infos gibt es hier

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Britzer Garten

Kategorie: Sehenswürdigkeiten
11. März 2009
Autor: Christian

Natur pur in der Stadt. Der Britzer Garten ist eine riesige grüne Oase und im Frühjahr ein wahrer Augenschmaus. Auf 90 Hektar Fläche lässt es sich entspannen, flanieren und genießen. Zum Saisonauftakt wird im Britzer Garten ein gewaltiger Blütenrausch entfacht.

Eigentlich ist der Britzer Garten ein künstliches Landschaftsensemble. 1985 wurde es für die Bundesgartenschau angelegt, auch um um der damals vom wunderschönen Umland abgeschnittenen Bevölkerung West-Berlins ein Naherholungsgebiet zu schenken.

Tulpen © Flickr by jotpunkt

Der Britzer Garten liegt im Süd-Westen von Neukölln und grenzt an den Bezirk Tempelhof mit dem Ortsteil Mariendorf an.

Der Britzer Garten wartet mit allerhand Attraktionen auf, wie Gartenkunst, Spiellandschaften, Liegewiesen, Seen und Hügel, spezieller Architektur und Kunstwerken und als Highlight die mit 99 Metern Durchmesser größte Sonnenuhr Europas.

Die neue Saison wird jedes Jahr mit der Eröffnung der Frühlingsstraße geradezu zelebriert. Auf rund 2 km Länge entfaltet sich ein Pracht-Parcours aus Narzissen, Krokussen, Tulpen, Traubenhyazinthen und viele andere Zwiebelblumen und Frühlingsblühern.

Das Spektakel gipfelt dann in der alljährlichen großen Sonderschau “Tulipan im Britzer Garten”. Ab ca. Mitte April bis Ende Mai leuchten Hunderttausende Tulpen in allen Farben und Formen. Doch für Gartenliebhaber beginnt ja dann erst das Vergnügen. Denn von Juni bis September blühen die Rosen im Britzer Rosengarten. Die Blumen-Saison wird im Spätsommer und Herbst mit dem atemraubenden “Dahlienfeuer” verabschiedet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Britzer Museumsbahn, die aus Feldbahnteilen mit 600 mm Spurweite erbaut wurde, und mit der man sogar das Gelände ‘erfahren’ kann. Einige Fahrzeuge sind im nostalgischen Design nachgebaut.

Mit vielen weiteren Veranstaltungen, Konzerten und Sommerfesten ist der Britzer Garten ein echtes Muss für die warme Jahreszeit.

  • Öffnungszeiten: täglich ab 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
  • Eingänge:

Sangerhauser Weg
- U6 Alt-Mariendorf / Bus 179
Tauernallee
- U6 Alt-Mariendorf / Bus 179
Mohriner Allee
- U6 Alt-Mariendorf / Bus 181
Buckower Damm
- S/U-Bhf. Hermannstr. / Bus M44
Massiner Weg (von April bis Oktober nur an Wochenenden und Feiertagen)
- U7 Britz Süd / Bus 181
Blütenachse (nur von April bis Oktober geöffnet)
- S/U-Bhf. Hermannstr. / Bus M44

  • Weitere Infos hier.



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T-Hall – Indoor Climbing in Berlin

Kategorie: Sport
9. September 2008
Autor: Riko

Klettern

Klettern – dies klingt zunächst entweder nach Kinderspielplatz und nach abenteuerlichen Aktionen an rauen Felswänden. Diese Klischees muss man schnell beiseite schieben, wenn man sich auf Indoor Climbing einlässt. Bestes Beispiel hierfür ist die T-Hall in Berlin-Neukölln, wo man an zehn bis fünfzehn Meter hohen Kletterwänden sein Können erproben kann.

Dank fachgerechter Einweisung und einem kompetenten Trainerteam sind Hemmungen recht schnell überwunden und spätestens wenn der erste „Absturz“ problemlos abgefedert wird, scheint die Motivation keine Grenzen zu kennen. Die T-Hall lässt auch keine Langeweile aufkommen, existieren hier doch mehr als 180 verschiedene Routen auf rund 1.800 Quadratmeter Kletterwand, die erst einmal bezwungen werden müssen.

Gerade in Teams entwickelt man einen unglaublichen Ehrgeiz, der so manchen „trägen Sack“ regelrecht in Richtung Himmel fliegen lässt. Selbst ohne Vorkenntnisse lässt sich auf wunderbare Weise ein erlebnisreicher Tag verbringen, der durch Fitness, Sauna und Bistro noch abgerundet werden kann.

T-Hall Kletteranlagen

Thiemannstraße 1 – 12059 Berlin
Telefon: 030 / 68089864
Mail: info@t-hallberlin.de
Homepage: www.t-hall.de
Öffnungszeiten:     Mo-Fr 12-24 Uhr
Sa, So und Feiertage. 10-22 Uhr    [...mehr]


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Streik in Berlin (2)

Kategorie: Vermischtes
5. März 2008
Autor: Christian

Auszüge aus dem Tagebuch eines Unbekannten, der im Verlauf der Streiks im öffentlichen Dienst in Berlin (4. März 2008 - 11. Dezember 2012) verschwand. Das Letzte, was wir von ihm wissen, ist, dass er es im Frühjahr 2009 irgendwie geschafft hat, in einen S-Bahn-Waggon zu schlüpfen.

Mittwoch, 5. März 2008: “… Die Streiks beginnen. Das habe ich gemerkt, weil der Müll nicht abgeholt worden ist. Zum Glück schneit es wieder, und die Reste vom Spinatauflauf sind in der Mülltonne gefroren … sonst würden sich die Nachbarn noch beschweren…”

Mittwoch, 12. November 2008: “… Die Hermannstraße ist verstopft: Die Autos drängen sich in mehr Spuren, als vorgesehen sind, über die nasse Fahrbahn; dazwischen veranstalten kleine Kinder eine Schneeballschlacht. Die Streiks dauern nun schon mehrere Monate. Heute Nacht bin ich schweißgebadet aufgewacht, weil ich vergessen hatte, in welche Richtung ich die U-Bahn nehmen müsste, wenn sie denn käme … Ich habe es vergessen. Weiß auch gar nicht mehr, was in der Welt passiert, mangels U-Bahn-TV. Eine fluchende Horde arbeitswütiger Menschen sammelt sich allmorgendlich vor der versperrten U-Bahn-Station, schickt, die Fäuste emporgereckt, manche Verwünschungen gen Himmel, und treibt schließlich, mordend und brandschatzend (bis jetzt noch im Geiste) in Richtung S-Bahn-Station…”

Freitag, 5. Dezember 2008: “… Ich fasse es nicht! … Mein Schlittenhund ist verschwunden! Ich habe Olivier im Verdacht, ihn entführt zu haben. Wie soll ich jemals wieder ins Schuhgeschäft kommen? … Werde versuchen, den Dackel vor den Schlitten zu spannen …”

Dienstag, 30. Dezember 2008:”… Dort angekommen, müssen die so bitter Enttäuschten feststellen, dass auch hier nicht viel zu holen ist: Jeder S-Bahn-Wagen ist heillos überfüllt, sodass nicht nur niemand einsteigen kann - die Insassen kommen auch nicht mehr raus. Kurzum, sämtliche Berliner S-Bahnen sind dazu verdammt, wochenlang im Kreis zu fahren mit den immergleichen, heulenden Passagieren, die so eingequetscht sind, dass an ein Verlassen der Bahnwaggons nicht zu denken ist. Niemand erreicht seinen Arbeitsplatz…”

Mittwoch, 14. Januar 2009: “… Ich habe begonnen, einen Roman zu schreiben: Science-Fiction, über ein Land, in dem die öffentlichen Verkehrsmittel so gut organisiert sind, dass man jederzeit überallhin gelangen kann … Ich nenne ihn “Bustopia” …”

Dienstag, 17. Februar 2009:”… Einziger Lichtblick eines Streikmorgens in Berlin: Die Bäckereien. Manch Einer aus dem tobenden Mob (siehe oben) wird, wenn ihm aus der leicht offenstehenden Tür einer Bäckerei der Duft frischgebrühten Kaffees und warmer Brötchen entgegenweht, schwach, tritt aus der Menge heraus und schlägt sich durch bis ins nächste Stehcafé, wo er beschließt, den Tag mit der größtmöglichen Gelassenheit zu beginnen. Womöglich die einzig vernünftige Möglichkeit, der Situation zu begegnen…”

Die Identität des Verfassers ist bis heute nicht geklärt.


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Autor: Christophe

… und schön ist er auch: Massiv, nebenberuflicher Bodybuilder.

Wasiem Taha, alias “Massiv”, wurde am Montagabend in Neukölln angeschossen. Der Rapper stand gegen 22 Uhr telefonierend in der Schierker Straße und wartete auf einen Bekannten, der Zigaretten holte. Ein maskierter Unbekannter lief auf ihn zu und fuchtelte mit einer Schusswaffe vor seinem Gesicht herum. Als der Bekannte hinzukam, feuerte der Angreifer dreimal aus unmittelbarer Nähe auf “Massiv”, dann ergriff er die Flucht.

“Massiv”, 25 Jahre alt, muss um die 120 Kilo wiegen; seine Oberarme sind gewaltig und übersät mit Tätowierungen, die er auch gut in Szene setzen kann, wodurch sein Name zum Programm wird.. Es war nicht der erste Angriff auf den Rapper mit palästinensischem Hintergrund; aber es war das erste Mal, dass in Deutschland ein Rapper mit einer Schusswaffe attackiert wurde.

Der Tagesspiegel spricht von einem “Kugelhagel“. Die Plattenfirma “Massivs” erklärt, er habe “viel Blut verloren“. Der Polizeibericht erwähnt einen Streifschuss.

Die Beamten ermitteln in zwei Richtungen: “Massiv” könnte zum Opfer schwelender Rivalitäten zwischen staatenlosen Palästinensern geworden sein. Die Eltern des Rappers kamen 1980 als palästinensiche Flüchtlinge aus dem Südlibanon nach Deutschland. Es könnte sich aber auch um eine medienwirksame Selbstinszenierung handeln. Noch haben sich keine Zeugen gemeldet, die den Angriff beobachtet oder die Schüsse gehört hätten. Dass ein Schütze, der aus unmittelbarer Nähe drei Schüsse abfeuert, nur einmal trifft, erscheint fragwürdig. Den ersten Eintrag über das Attentat verzeichnet das Internetforum des Rappers übrigens um 22h35. Zu diesem Zeitpunkt befand sich “Massiv” auf dem Weg ins Krankenhaus, in das er um 22h42 eingeliefert wurde.

Im “Gangsta”-Rap pflegen ein (vermeintlich) authentisches Image und die Texte einander zu ergänzen. Gewalt ist ein wichtiger Bestandteil von “Massivs” Texten. Der Angriff - ob er nun inszeniert war, oder nicht - beweist, dass sie nicht nur Pose ist.

Die Medien wissen von “Massivs” kleinkrimineller Vergangenheit zu berichten; davon, dass das Jugendamt dem 20jährigen erklärte, er habe in der Bundesrepublik keine Perspektive mehr. Bis vor zwei Jahren lebte Wasiem Taha mit seinen Eltern und seiner großen Schwester in einer Einzimmerwohnung im pfälzischen Pirmasens; dann überredete er seine Familie, mit ihm nach Berlin zu kommen, wo er Rapper werden wollte. Eine Weile reichte er Demotapes herum, dann erlangte er einen Plattenvertrag. Nach einem Jahr wechselte er zu Sony BMG. 250.000 Euro soll “Massiv” dem Branchenriesen wert gewesen sein.

“Massivs” neues Album wird in den kommenden Wochen erscheinen.    [...mehr]


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Autor: Christophe

Ab heute kontrollieren Wachschützer 13 Neuköllner Schulen. Am Morgen wurden sie mit Blitzlichtgewittern begrüßt. Tut permanente mediale Präsenz den Schulen eigentlich gut?

Müssen Neuköllner Schüler bewacht werden?Insgesamt 20 Sicherheitsleute einer Bielefelder Firma sind bis Sommer 2008 im Einsatz. Sie sollen vor Allem eine visuelle Kontrolle gewährleisten und verhindern, dass Schulfremde die Gebäude betreten. Waffen tragen die Wachleute nicht; eigentlich dürfen sie auch niemanden durchsuchen. Gegebenenfalls, heißt es, würden Ausweiskontrollen durchgeführt.

Das Projekt ist bundesweit einmalig - und umstritten. Die Kontrolle öffentlicher Schulen durch private Sicherheitsdienste erinnert an Szenarien aus amerikanischen Großstädten, wo Jugendliche vor Schulbeginn mit Metalldetektoren gefilzt werden. Die Verantwortlichen reagieren damit auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Gewaltdelikten: 139 Vorfälle wurden im Schuljahr 2006/07 im Umfeld der Neuköllner Schulen registiert. Rund 27 seien “von außen” hineingetragen worden.

Die Maßnahme zeugt von Verzweiflung und Ohnmacht. Sie ist sicher nicht geeignet, das Klima auf Neuköllner Schulhöfen zu bessern. Dass die Zahl der Gewaltdelikte innerhalb der Schulen sinken wird, davon kann man wohl ausgehen - das Gewaltpotenzial aber bleibt gleich, vielleicht wächst es sogar. Wie soll man sich denn als Schüler fühlen, wenn man von Wachleuten empfangen wird und von den Blitzlichtern des Boulevardjournalismus?

Ich kann nachvollziehen, dass Gewaltdelikte an Schulen weder für Schüler, noch für Eltern oder Lehrer erträglich sind. Die einseitige Bekämpfung des Symptoms durch martialische Wachposten aber stigmatisiert alle Beteiligten gleichermaßen. Sie verschärft das soziale Klima eher noch. Angemessen wäre, einen Teil der veranschlagten Summe von 200.000 Euro in Sozialarbeit zu investieren, welche die Probleme bei der Wurzel packt, statt in einschüchternde Muskelmänner. Integration ist anders.    [...mehr]


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NPD in Neukölln

Kategorie: Politik
30. November 2007
Autor: Christophe

Die NPD will morgen im Südosten meines Bezirks demonstrieren.

Es geht, wenn ich das richtig verstanden habe, um ein “nationales Jugendzentrum” (was auch immer das ist), und das Ganze wird schon zum fünften Mal in Folge veranstaltet. Als Neuzugezogener begreife ich nicht ganz den Sinn der Aktion - die angekündigten Gegendemonstrationen vermelden schon im Voraus die zehnfache Teilnehmerzahl, Neukölln hat ohnehin einen Ausländeranteil von 20%. Ergo geht’s nicht um das Jugendzentrum. Was wollen die Rechten dann?

Es geht um Medienpräsenz. Sonst nichts.

So stelle ich mir das vor. Sie können sich nämlich darauf verlassen, dass die Ankündigung einer Demonstration in Neukölln ein ansehnliches Medienecho hervorruft, nicht nur in Berlin, sondern auch darüber hinaus. Außerdem wissen sie, dass die Gegendemonstrationen, Empörungsbekundungen usw. mindestens ebensoviel Staub aufwirbeln werden. Und plötzlich ist, trotz der Absurdität der ganzen Veranstaltung, das Kürzel NPD wieder in den Zeitungen. Und leider kann man, wenigstens solange die Partei nicht verboten ist, auch kaum etwas dagegen unternehmen - sie haben das Recht zu demonstrieren, wenn auch der Vorwand reichlich fadenscheinig ist. Und wir, die Gegenseite, sind ja regelrecht verpflichtet, zu protestieren - darauf können sie sich verlassen. Eine idiotische Situation.    [...mehr]


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Wohnen in Berlin

Kategorie: Vermischtes
28. November 2007
Autor: Christophe

Sex, Yoga und der Mietspiegel

Ich wohne erst zwei Monate in Berlin, habe aber schon einige aufregende Mieter-Erfahrungen gemacht: Mir wurde Strom geklaut; meine Nachbarn hatten genussvoll Sex (möglicherweise haben sie auch einen Wellensittich erdrosselt); der kleine Junge unter uns übt regelmäßig Trompete; eine Frau hat mir einen Zettel in den Briefkasten gesteckt, da stand drauf, sie würde mich gerne hypnotisieren. Im Gegenzug dürfen meine Nachbarn teilhaben, wenn ich über den Staubsauger stolpere oder mir den Kopf an einem der tiefhängenden Regale stoße. Es ist halt alles ein bisschen eng - aber gemütlich: Wohnen in Berlin hat ganz eigene Qualitäten. Wenn ich Wein kaufen will, fahre ich eine Dreiviertelstunde U-Bahn; Bier bekomme ich an der Ecke, auch sonntagmorgens um sieben. Kürzlich habe ich gelesen, dass es auf dem Prenzlauer Berg Leute gibt, die ihre dreijährigen Kinder zum Yoga schicken. Wo ich wohne, in Neukölln, macht keiner Yoga; bei uns ist Hypnose schick.

Hausfassade in Kreuzberg

Was die Miethöhe betrifft, war ich positiv überrascht - im Schnitt sind Wohnungen in Berlin wesentlich günstiger als vergleichbare Mieten in der Rhein-Main-Region (da komme ich her). Das liegt, ich habe mich belehren lassen, am großen Wohnungsbestand. Man kann in jedem Bezirk erschwingliche Wohnungen finden. Wie es sich für eine gute Bundeshauptstadt gehört, spiegelt Berlin übrigens im Kleinen die Mieten der Bundesrepublik: Von 5,50 Euro pro Quadratmeter bis zu 10 Euro und mehr ist hier alles zu haben. Der Immobilienmarkt ist so heterogen wie die Leute, mit denen ich im Supermarkt in der Schlange stehe. Meine Freundin sagt, kein Wunder, Du hast ja auch eine große Nase, da ist ja automatisch jede Gruppe, in der Du Dich aufhälst, heterogen.    [...mehr]


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