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Schon 2006 und 2007 war sie ein voller Erfolg – jetzt kommt sie wieder: Die Historiale in Berlin. Wo in den letzten Jahren die preußischen Reformen und Napoleon das Thema waren, dreht sich diesmal alles um die Märzrevolution 1848. Vom 17. bis 22. März, also noch bis inklusive Samstag, wird an den verschiedensten Stellen in Berlin einiges passieren. Und weil Berlin so groß ist, und die Banner der Revoluzzer neben Fernsehturm und Dönerbude eventuell untergehen, haben wir die vielversprechendsten Events für Euch zusammengestellt. Jaja, Lobeshymnen in die Kommentare, jetzt erstmal lesen und freuen!
Donnerstag, 20. März: Volksbewaffnung, Gourmetküche und Moabit
Themenabend „Militärund Volksbewaffnung 1848“
Otto-Suhr-Saal des Neuen Stadthauses. 19 bis 22 Uhr, Parochialstr. 3, 10179 Berlin-Mitte.
19 Uhr: Vortrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr
20 Uhr: Podiumsdiskussion
„Berliner Schauplätze der Märzrevolution“
Kommentierte Stadtführung, Start am ehemaligen Zellengefängnis Moabit. Treffen 11.30 Uhr, Nordausgang des Hauptbahnhofs am Europaplatz, Dauer: 2 1/2 Stunden, 9 €/, erm. 6 €. Findet so ähnlich außerdem am 21. und 22. März statt.
„Das rührende Leben des Francois Collignon“
Das war wohl der 1. Hofkoch von Wilhelm IV. Der Vortrag wird von seinem Ur-ur-Enkel gehalten, gleichzeitig gibt’s Spitzenküche. Anmelden muss man sich vorher auch.
19:00 Uhr, Restaurant TRAUBE, Reinhardtstr. 33, Anmeldung: 030 / 27 87 93 93 oder contact@timetravelteam.com
Freitag, 21. März: Jugend im FEZ und Vorträge in der Berlin Story
Jugendkongress im FEZ Berlin
Vorträge: „Internet und Meinungsfreiheit“ und „Märzrevolution for beginners“
Historiale-Quiz zur Märzrevolution
11 Uhr, FEZ Berlin, An der Wuhlheide 197
Vortragsreihe in der Berlin Story
Vorträge zur Revolution und ihren Folgen.
11.00 Uhr, Buchhandlung Berlin Story, Unter den Linden 40
Außerdem wieder Schauplatz- Rundgang (s.o)
15.Uhr, Nordausgang des Hauptbahnhofs am Europaplatz, Dauer: 2 1/2 Stunden, 9 €, erm. 6 €
Samstag 22. März: Stadtrundgänge und Leichen
Nachgestellte Aufbahrung der Märzgefallenen
12:00 bis 15:00 Uhr, Gendarmenmarkt / behindertengerecht
Anfahrt: U-Bahnhof Französische Straße (U6), oder U-Bahnhof Stadtmitte (U2, U6)
Stadtrundgänge:
Peter Eichhorn „Berlin auf den Barrikaden – Die Revolution von 1848“
Museumsinsel – Schlossplatz – Zeughaus -Gendarmenmarkt
11.00 Uhr, vor dem Aufbau-Verlag, Neue Promenade 6, 9,00 €/ erm. 5,00 €
Stattreisen: „Märzrevolution 1848 – Aufbruch in die Demokratie“
Gendarmenmarkt -> Alexanderplatz
14.00 Uhr, U-Bhf. Französische Straße, auf dem Bahnsteig, 9,50 €/ erm. 7,00 €
Das Haus der Kulturen der Welt veranstaltet vom 14.03.2008 bis zum 18.05.2008 die RE ASIA. Unter diesem Begriff laufen eine Austellung, eine Reihe von Filmen, ein Literaturfestival sowie zahlreiche Live-Performances asiatischer Künstler.
Das Event läuft über einen Zeitraum von gut zwei Monaten, genug Zeit also, um auch wirklich mal hinzugehen.
Asiatische Kultur – der Begriff erschlägt einen, aber wer Lust auf coole Filme, fremde Kunst oder interessante Literatur hat, der sollte sich auf jeden Fall Zeit für die RE ASIA nehmen.
Wer noch Unterhaltung fürs Wochenende sucht: Wir haben uns mal an einer kleinen Übersicht versucht. Ort ist, soweit nicht anders angegeben, das Haus der Kulturen der Welt in der John-Foster-Dulles-Allee 10 in Berlin.
Langzeit-Veranstaltungen:
Die Ausstellung „Re-Imagining Asia“ läuft während der gesamten Zeit, also bis zum 18.05.2008.
Sonntags gibt’s um 15 Uhr Führungen von Künstlern. Die Ausstellung bietet Fotos, Objekte und Installationen, die von Asien inspiriert wurden.
Waste-Not-Installation: Song Dong aus China baut im Foyer des Hauses ein Haus. Platzsparend und interessant – Zuschauen erwünscht!
Diesen Sonntag:
Die RaAsia Radioshow sendet ab 18:00 Uhr live aus dem Haus der Kulturen der Welt.
Außerdem gibt’s Führungen von Künstlern und Interviews mit Künstlern, in denen sie über ihre Werke erzählen
Ab April gibts dann Live-Events, ein Literaturfestival und Filme, darüber berichten wir in der nächsten Woche nochmal gesondert.
[...mehr]Die Berlinale ist vorbei, jetzt gilt es mal wieder, sich seine Wochenendbeschäftigung in Berlin selbst zu suchen. Das Musical „Miami Nights“ könnte da ein interessanter Tipp sein. Ein voller Erfolg bei der Eröffnung in München, eine Story um Eifersucht, Rhythmus und Intrige und eine sowohl begabte wie attraktive Hauptdarstellerin – das Musical Miami Nights hat das Zeug dazu, ein neuer Stern am Himmel des Berliner Musiktheaters zu werden.
Vom 26. Februar bis zum 16. März gastiert das 2002 in Düsseldorf uraufgeführte Stück am Admiralspalast in Berlin.
Die Hauptdarstellerin ist die in Berlin geborene Patricia Meeden. Für die männlichen Hauptrollen konnten Felix Maximilian und Marc Seitz gewonnen werden.
Die Story: Die Kellnerin eines Salsa- Cafés, Laura, wird vom Turnier- Tänzer Jimmy Miller zur neuen Tanzpartnerin erkoren. Durch sie lernt er die für ihn bis dato fremde Welt des Salsa kennen. Seine alte Tanzpartnerin, Jessica Diamond, versucht derweil, durch Intrigen und zeitweiliges Verbünden mit Jimmys Erzrivalen Roy Fire, ihren alten Platz an Jimmys Seite wiederzubekommen.
Die Musik: Spricht vor allem Liebhaber von Klassikern an, das Setting der Story ist nun mal das Miami der 80er Jahre. Madonna, Gloria Estefan, George Michael und Salsa. Für Liebhaber dieser Kombination dürfte sich hier ein schöner Abend bieten.
Auf jeden Fall stellt das Musical mit seinem populären Thema eine schöne Ergänzung zu den anderen Shows in Berlin dar.
[...mehr]Berlin lebt von seinen Regelmäßigkeiten. Alle Jahre wieder werfen bestimmte Ereignisse ihre vertrauten, ach: liebgewonnenen, Schatten voraus – eines von vielen ist der 1. Mai in Kreuzberg, ein anderes: Die Berlinale.
Letztere steht nun wieder vor der Tür: Während andernorts Fastnacht gefeiert wird, wälzen die Berliner schwermütiges, gerne auch depressiv angehauchtes Kopfkino… Ha! Dachten Sie! Dieses Jahr nicht! Denn dieses Jahr hat die Berlinale einen Gast, der an Glamour, Sex-Appeal und Charme alles in den Schatten stellt, was vorher war:
In der Hauptstadt ist immer was los und wenn man am Wochenende in Berlin unterwegs ist, merkt man, dass die Stadt wohl niemals schläft. Auch an diesem Wochenende gibt es unzählige Möglichkeiten die Stunden zwischen den Arbeitstagen sinnvoll und anregend zu verbringen.
Wer überhaupt nicht schlafen kann, genügend Ausdauer besitzt und nichts gegen ständiges Kopfkreisen einzuwenden hat, denn kann das Berliner Sechs-Tage-Rennen im Velodrom besuchen. Unter dem Motto „Tradition mit Zukunft“ kämpfen Fahrer der versammelten Weltelite um die Krone eines der ältesten Sechs-Tage-Rennen der Welt. Bereits seit 1909 kreisen die Radfahrer auf den Bahnen Berlins.
Wer es lieber etwas ruhiger mag und trotzdem abends nicht schlafen kann, sollte die Lange Nacht der Museen in Berlin nutzen. Fast alle großen und kleinen Museen der Metropole öffnen bis 2 Uhr in der Nacht ihre Tore und freuen sich auf ein
reges Publikumsinteresse. Zudem ermöglich ein Ticket den Besuch von allen Museen – so lässt sich für einen schmalen Taler sehr viel Kultur erleben.
Party – jede Menge Party wieder in der Stadt. Empfehlenswert sind am Samstag die Right Now-Party im Kesselhaus der Kulturbrauereien, Disco Village im Matrix (Friedrichshain), Forever Young im Dante (Hackescher Markt), Kosmic Night im Kosmos (Friedrichshain), Rockbar Spezial im Magnet-Club (Prenzlauer Berg), Saturday
Night Club im H2O (Mitte) und die Fritz-Club-Disco im Fritz-Club (Friedrichshain). Also für jeden Geschmack etwas dabei.
Von den Kritikern gelobt und deshalb bestimmt sehenswert ist die Show „Slava’s Snowshow – Swanlake on Ice“ im Admiralspalast. Slava Polunin, die russische Clown-Legende, versetzt sie zurück in die glücklichste Zeit ihres Lebens – der Kindheit. Eine Mischung aus Lachen und Weinen hat bisher jeden Gast verzaubert.
Falls man gar nichts finden sollte, was in Berlin eigentlich unmöglich ist, dann kann man sich einfach vor den Fernseher setzten und die Deutsche Handball-Nationalmannschaft anfeuern, die in Norwegen um den Titel kämpft.
Schönes Wochenende!
[...mehr]Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 26. Januar 2008 ist es durchaus lohnenswert, kleinere und unscheinbarere Museen aufzusuchen, die sich auf bestimmte Thematiken spezialisiert haben und mit interessanten Details aufwarten können. Eines dieser Museen ist das Heinrich Zille Museum im Nikolaiviertel.
Eingebettet in eines der ältesten Wohnviertel Berlins, dem Nikolaiviertel, hat sich das kleine Museum dem Berliner Maler Heinrich Zille verschrieben. Der „Pinsel-Heinrich“, wie er liebevoll von seinen Mitmenschen genannt wurde, feiert in diesem Jahr seinen 150 Geburtstag. Zille war vor allem für seine Milieu-Studien zur Jahrhundertwende bekannt, die er ohne Verschönerungen zu Papier brachte und diese noch mit satirischen Texten untermalte.
Der am 10. Januar 1858 in Radeberg bei Dresden geborene Heinrich Zille kam mit seiner Familie 1867 nach Berlin. Nach anfänglich sehr entbehrungsreichen Jahren und seiner Arbeit bei der „Photographischen Gesellschaft“ stieg Zilles Popularität durch die Mitarbeit an der satirischen Zeitung „»Simplicissimus«“. Dank der neugewonnen Popularität gelang es dem Maler auch nach seiner Entlassung bei der „Photographischen Gesellschaft“, bei der er 30 Jahre seines Lebens gearbeitet hatte, sich als freier Künstler zu etablieren. Zu seinen Freunden zählten unter anderem Käthe Kollwitz, August Gaul, Otto Nagel sowie Max Liebermann, die die Arbeiten des Moralisten Zille zu schätzen wussten. Seine satirischen und politisch-kritischen Zeichnungen fanden in großen Teilen der Bevölkerung großen Anklang und als der Künstler nach zwei Schlaganfällen 1929 zu Grabe getragen wurde, folgten dem Trauerzug über 2.000 Menschen.
Seit 2002 widmet sich das ausschließlich privat finanzierte Museum im Nikolaiviertel dem Maler Heinrich Zille. Zu sehen ist eine umfangreiche Sammlung von Zeichnungen sowie eine Dokumentation zum Leben und Wirken des Künstlers. Angesichts von 4,00 Euro Eintritt ist der Besuch auch außerhalb der „Langen Nacht der Museen“ ein lohnenswertes Unterfangen.
Adresse:
Propststraße 11, Nikolaiviertel
U- und S- Bahn bis Alexanderplatz
Bus 143, 148 und TXL bis Nikolaiviertel
Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr
1.April bis 31. Oktober – täglich 11.00 bis 19.00 Uhr
Telefon: +49 (030) 246 32- 500

![Asien - Kunst ist überall © flickr / [Satbir]](http://www.dasberlinblog.de/wp-content/uploads/2008/03/asien-bedeutet-kunst.jpg)




