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BVG: Erneute Streiks

Kategorie: Wirtschaft
12. Februar 2008
Autor: Christophe

Berlin S-Bahn © flickr / newbie293

Verdi hat für morgen erneute Arbeitsniederlegungen angekündigt.

Laut “Tagesspiegel” soll für rund 10 Stunden gestreikt werden. Allerdings räumte die Gewerkschaft gleichzeitig ein, vorerst nur Bereiche bestreiken zu wollen, die den Fahrgast nicht unmittelbar beträfen – etwa Werkstätten.

Damit reagiert Verdi auf ein erstes Angebot von Arbeitgeberseite, welches zwar eine geringe Gehaltserhöhung für alle Beschäftigten vorsah, in Gewerkschaftskreisen aber bereits kurz nach der Veröffentlichung als “Mogelpackung” bezeichnet worden war.

Wer ein Omelette machen will, muss bekanntlich Eier zerschlagen; und das chirurgische Werkstätten-Bestreiken der Gewerkschaft wird nicht ganz ohne Beeinträchtigung des normalen Fahrgastverkehrs vonstatten gehen – soviel ist klar. Inwiefern aber Busse oder U-Bahnen im Großraum Berlin ausfallen werden – und welche Linien – ist bisher noch nicht bekannt. Vorläufig versichert die Gewerkschaft, es werden zwar nicht alle öffentlichen Verkehrsmittel fahren, aber doch die meisten.

Verdi befindet sich seit dem 17. Januar in Tarifverhandlungen. Vor knapp zwei Wochen war es erstmals zu Warnstreiks in Berlin gekommen. Mit den für morgen angesetzten Arbeitsausständen möchte die Gewerkschaft laut eigenem Bekunden ihre Verhandlungsposition unterstreichen. Waidmanns Heil.    [...mehr]


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Autor: Riko


Auch in der der deutschen Hauptstadt ist der Aufschwung im vergangenen Jahr endlich angekommen, nachdem Berlin zunächst hinter den anderen Bundesländern weit hinterher hinkte. Konnte diese ein Wachstum um die zwei Prozent verbuchen, dümpelte Berlin bei einem Prozent.

Eine wichtige Stütze des wirtschaftlichen Aufschwunges in Berlin ist inzwischen der private Konsum geworden. Die privaten Verbraucher vertrauen dem Aufschwung und investieren nach Jahren der Zurückhaltung wieder mehr. Bundesweit gesehen, konnte der Haushalt erstmals seit 1969 wieder ausgeglichen gestaltet werden, auch wenn ein Plus von 70 Millionen angesichts der Gesamtverschuldung nur geringer Betrag ist. Auch 2008 soll es nach Meinung der Wirtschaftsinstitute mit dem Aufschwung weitergehen, auch wenn er etwas an Fahrt verliert. Man rechnet 2008 lediglich mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, in Berlin mit etwas mehr als zwei Prozent.

Dieser positive Trend ist auch auf dem Stellenmarkt Berlins deutlich erkennbar. In Berlin nahm die Zahl der Arbeitslosen weiter ab und es war der stärkste Zuwachs an Erwerbstätigen bundesweit zu beobachten. Inzwischen herrscht sogar ein großer Mangel an Fach- und Führungspersonal in der Hauptstadt. Viele Unternehmen beauftragen vermehrt Headhunter, die auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften sind, die den wirtschaftlichen Aufschwung weiter fördern können.

Die Unternehmen reagieren bisher skeptisch auf die Forderung nach hohen Tarifabschlüssen. Die steigenden Einkommen sollen weiterhin den privaten Konsum ankurbeln, damit dieser weiterhin als Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs fungieren kann. Jedoch möchten die Firma Ingenieure und Führungskräfte mit hohen Gehältern locken, um den Bedarf an offenen Stellen decken zu können.    [...mehr]


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Jobs in Berlin

Kategorie: Wirtschaft
13. Dezember 2007
Autor: Christophe

Warum es in Berlin demnächst nur noch Single-Manager mit Rinderzüchterhintergrund geben wird.

Der Seite des Statistischen Bundesamtes ist zu entnehmen, dass Berlin im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung der Einwohnerzahl verzeichnen konnte: +228 Menschen. Wer weiterliest, wird darüber aufgeklärt, wie sich diese Zahl ergibt. Während 398 Männer hinzukamen, sind 170 Frauen gegangen. Das ist, freilich, nur ein Durchschnittswert; und wir wollen nicht hoffen, dass es sich um absolute Zahlen handelt. Die Tendenz ist trotzdem deutlich: Während die lüsternen Jungs vom Land in die Stadt ziehen, fliehen die frustrierten Mädchen aus Berlin aufs Land; diverse Fernsehformate suggerieren, dass sie am Liebsten zu Kuhbauern gehen. Wären die Jungs mal geblieben. Ob sogar eine Kausalität besteht – weil die Jungs kommen, gehen die Mädchen fort -, sagt die Statistik freilich nicht.

Möglicherweise werden die der Stadt überdrüssigen Frauen allerdings in nächster Zeit umdenken: Während der Heiratsmarkt der Hauptstadt offensichtlich brachliegt, wird der Berliner Stellenmarkt nämlich zunehmend attraktiver. Zynisch formuliert, hat Berlin auch viel mehr Potenzial, um sich positiv zu entwickeln: Die Arbeitslosenquote ist nämlich, im bundesdeutschen Vergleich, ziemlich hoch – 13,7% im November 2007, das bundesweite Mittel erreichte 8,1%. Allerdings gilt diese Quote längst nicht für Akademiker und ausgebildete Fachkräfte – die werden eher händeringend von  gesucht. Die Stellenangebote Berlins weisen einen hohen Bedarf nach Angestellten im Medien- und Consultingbereich sowie im mittleren und gehobenen Management allgemein auf.

Und dass die Stadt, was Immobilien betrifft, hervorragend augestellt ist, hat sich inzwischen herumgesprochen: Der Wohnungsmarkt ist riesig und vergleichsweise preiswert. Auch die guten Angebote in Kinderbetreuung und Infrastruktur können überzeugen. Woran liegt’s also, dass der Bauer lockt? Berliner Bürgersteige sind mit Hunde-Fladen über und über bedeckt; oft riecht’s streng – die Stadt kann es mit so manchem Bauernhof aufnehmen.    [...mehr]


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Autor: Christophe

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich auch in den Wintermonaten fort.

Die Zahl der Beschäftigungslosen liegt im Oktober 2007 bei 242.000. Das sind rund 9.200 weniger als im September und 35.000 weniger als im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Studie der IHK Berlin hervor. Besonders im Dienstleistungssektor haben viele Menschen neue Jobs gefunden (rund 12.500). Teils aufgrund des beginnenden Weihnachtsgeschäfts entstehen im Einzelhandel und in der Gastronomie zahlreiche Jobs in Berlin. Auch das Baugewerbe hat im Oktober verstärkt Arbeitsplätze geschaffen. Hingegen sind Jobs in Consulting und Beratung immer noch sehr rar. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit zwölf Jahren unter 3,5 Millionen; im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 650.000. Erfreulich ist ferner, das mit älteren (55+) und jugendlichen Arbeitslosen zwei Risikogruppen von dem Trend profitieren.

Dennoch kann von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Berlin keine Rede sein: 242.000 Berliner Arbeitslose im Oktober 2007 entsprechen einer Quote von 14,4%. Bundesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 8,2%.    [...mehr]


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Streik legt Berlin lahm

Kategorie: Politik, Wirtschaft
15. November 2007
Autor: Christophe

So dürfte es heute an den meisten Bahnhöfen Deutschlands aussehen.

Heute Nacht um 2 Uhr hat der umfassende Streik der Deutschen Bahn in S-, Fern- und Nahverkehr begonnen. Für Berlin bedeutet das, dass rund 90% aller Züge ausfallen werden. Der Streik soll am Samstag um 2 Uhr enden. Zwischenzeitlich werden zusätzliche U-Bahnen eingesetzt, auch Ersatzbusse sind möglich, bislang aber noch nicht unterwegs.

Die Frage, wie lange die Lokführer ihre Interessen noch über die der gesamtdeutschen Wirtschaft stellen dürfen, drängt sich längst auf. Der wirtschaftliche Schaden übertrifft bei Weitem die Dimensionen, um die es ursprünglich ging. Bald wäre es besser, die Lokführer würden staatlich subventioniert, als dass sie ihre Streiks fortsetzen … Die detaillierte Streikkarte finden Sie hier.

Im Laufe des gestrigen Tages wurden verschiedentlich Stimmen laut, welche die Verhandlungspartner aufforderten, ihre Gespräche wieder auf eine sachliche Basis zu stellen. Die persönliche Beziehung zwischen Streikführer Schell und Bahnchef Mehdorn sei maßgeblich für die festgefahrene Verhandlungssituation verantwortlich. Manche wollen gar, dass eine Bischöfin interveniert. Ob die beiden Streithähne das verdient haben, weiß ich aber wirklich nicht.

Einige Millionen Menschen werden heute vergeblich an den Bahnhöfen stehen, bloß weil zwei alte Herren sich nicht aufeinander zubewegen können. Der Gipfel der Absurdität sollte allmählich erreicht sein. Wie um das Gegenteil zu beweisen, kündigt die GDL an, sie könne durchaus auch bis Weihnachten streiken.

Ob der Sprayer seine Meinung schon geändert hat?

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