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Fußballeuphorie im Keller?

Kategorie: Events, Sport
23. Mai 2008
Autor: Christian

Wir sind Fußball. Und unvergessen bleibt das gemeinschaftliche Fußballerlebnis auf der Fanmeile zur Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006. Aber diese enthusiastische Stimmung scheint im Jahr der Europameisterschaft vom 07. bis 29. Juni vorbei zu sein. Denn das Public Viewing in Berlin ist zeitlich und örtlich eingeschränkt.

Der Traum einer Fanmeile auf dem Alexanderplatz ist geplatzt, und somit auch die Vorrundenspiele und die Viertelfinalspiele, die auf einer Videoleinwand hätten übertragen werden sollen. Denn die mit der Fanmeile einhergehenden Verkehrsprobleme und auch Sicherheitsbedenken waren einfach zu groß. Und die Entscheidung fiel gegen die Fanmeile, so die Welt.

Public Viewing © Flickr azrael74

Den Fußballenthusiasten bleibt aber die Fanmeile vor dem Brandenburger Tor, die mit Wehmut zu betrachten ist. Denn die Fanmeile ist nur vom 23. bis 29. Juni zugänglich. Dabei sollen mit einer Videoleinwand am Brandenburger Tor und drei Videoleinwänden auf der Straße des 17. Juni in der letzten, aber entscheidenden Woche der Europameisterschaften die Fußballleidenschaft entfacht werden.

Auch wenn das Public Viewing das „Wir sind Deutschland-Gefühl“ erheblich einschränkt, so kann auch die Bürokratie die anstehende Begeisterung nicht eindämmen.

In ein paar Tagen ist dann wieder die Fanmeile Berlin geöffenet.    [...mehr]


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Neues Museum zur DDR in Berlin

Kategorie: Vermischtes
27. November 2007
Autor: Christophe

Maik Schwolow (41) war eigentlich nur einer von - gelinde geschätzt - mehreren zehntausend Berlinern, die ihr Geld mit Wohnungsauflösungen verdienen. Wenn man die Bundeshauptstadt als Organismus betrachtet, dann sind Wohnungsauflöser die Verdauungsbakterien.

Aber Maik Schwolow ist nicht nur für Verdauung und Ausscheidung zuständig. Der Selbstständige möchte auch Bewahrenswertes aufheben. Die DDR hat es ihm besonders angetan.

Über die Jahre hat er ein ansehnliches Sammelsurium von Ost-Memorabilia zusammengetragen. Die Sachen lagerten zunächst in einer Halle. Eigentlich schade, dachte Schwolow und organisierte kurzerhand eine Ausstellung zum Alltag in der DDR.

Seit dem 1. November kann man sich für 4 Euro Eintritt im Carré am Alexanderplatz Original-Hängeregale, Sternradio-Geräte und die Illustrierte “Für Dich” angucken; der angeschlossene Souvenirshop bietet FDJ-Hemden und Ähnliches feil.

Einen Bildungsanspruch hat Kurator Schwolow indes nicht. Kein einziges Informationsschild setzt die Ausstellungsgegenstände in ihren historischen und politischen Kontext. Irgendwie macht das die Sache ziemlich fad. DDR-light sozusagen - die leichtverdauliche Variante dessen, was uns auch 18 Jahre nach dem Mauerfall noch Magenschmerzen bereitet. Wem’s gefällt.

Verklärte DDR.




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