Auch in der der deutschen Hauptstadt ist der Aufschwung im vergangenen Jahr endlich angekommen, nachdem Berlin zunächst hinter den anderen Bundesländern weit hinterher hinkte. Konnte diese ein Wachstum um die zwei Prozent verbuchen, dümpelte Berlin bei einem Prozent.
Eine wichtige Stütze des wirtschaftlichen Aufschwunges in Berlin ist inzwischen der private Konsum geworden. Die privaten Verbraucher vertrauen dem Aufschwung und investieren nach Jahren der Zurückhaltung wieder mehr. Bundesweit gesehen, konnte der Haushalt erstmals seit 1969 wieder ausgeglichen gestaltet werden, auch wenn ein Plus von 70 Millionen angesichts der Gesamtverschuldung nur geringer Betrag ist. Auch 2008 soll es nach Meinung der Wirtschaftsinstitute mit dem Aufschwung weitergehen, auch wenn er etwas an Fahrt verliert. Man rechnet 2008 lediglich mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, in Berlin mit etwas mehr als zwei Prozent.
Dieser positive Trend ist auch auf dem Stellenmarkt Berlins deutlich erkennbar. In Berlin nahm die Zahl der Arbeitslosen weiter ab und es war der stärkste Zuwachs an Erwerbstätigen bundesweit zu beobachten. Inzwischen herrscht sogar ein großer Mangel an Fach- und Führungspersonal in der Hauptstadt. Viele Unternehmen beauftragen vermehrt Headhunter, die auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften sind, die den wirtschaftlichen Aufschwung weiter fördern können.
Die Unternehmen reagieren bisher skeptisch auf die Forderung nach hohen Tarifabschlüssen. Die steigenden Einkommen sollen weiterhin den privaten Konsum ankurbeln, damit dieser weiterhin als Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs fungieren kann. Jedoch möchten die Firma Ingenieure und Führungskräfte mit hohen Gehältern locken, um den Bedarf an offenen Stellen decken zu können.
