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Heute Nacht um 2 Uhr hat der umfassende Streik der Deutschen Bahn in S-, Fern- und Nahverkehr begonnen. Für Berlin bedeutet das, dass rund 90% aller Züge ausfallen werden. Der Streik soll am Samstag um 2 Uhr enden. Zwischenzeitlich werden zusätzliche U-Bahnen eingesetzt, auch Ersatzbusse sind möglich, bislang aber noch nicht unterwegs.
Die Frage, wie lange die Lokführer ihre Interessen noch über die der gesamtdeutschen Wirtschaft stellen dürfen, drängt sich längst auf. Der wirtschaftliche Schaden übertrifft bei Weitem die Dimensionen, um die es ursprünglich ging. Bald wäre es besser, die Lokführer würden staatlich subventioniert, als dass sie ihre Streiks fortsetzen … Die detaillierte Streikkarte finden Sie hier.
Im Laufe des gestrigen Tages wurden verschiedentlich Stimmen laut, welche die Verhandlungspartner aufforderten, ihre Gespräche wieder auf eine sachliche Basis zu stellen. Die persönliche Beziehung zwischen Streikführer Schell und Bahnchef Mehdorn sei maßgeblich für die festgefahrene Verhandlungssituation verantwortlich. Manche wollen gar, dass eine Bischöfin interveniert. Ob die beiden Streithähne das verdient haben, weiß ich aber wirklich nicht.
Einige Millionen Menschen werden heute vergeblich an den Bahnhöfen stehen, bloß weil zwei alte Herren sich nicht aufeinander zubewegen können. Der Gipfel der Absurdität sollte allmählich erreicht sein. Wie um das Gegenteil zu beweisen, kündigt die GDL an, sie könne durchaus auch bis Weihnachten streiken.
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Das ist doch mal eine Meldung, die Schlagzeilen machen wird: Die “Bild”, Deutschlands auflagenstärkste Boulevardzeitung, zieht nach Berlin. Ostern 2008 soll es soweit sein; am 25. März soll die erste Ausgabe aus der Hauptstadt erscheinen.
Die Redaktion begründet diesen Schritt mit der “neuen Rolle Berlins“. Zwar sind, soweit ich mich erinnere, auch die letzten Parlamentarier schon 1999 in der Bundeshauptstadt angekommen – aber was solls, besser später als nie. Vielleicht wollte man ja erstmal abwarten, ob die neue alte Hauptstadt sich halten kann …
Weder ver.di, noch der Deutsche Journalisten-Verband oder Hamburgs Oberbürgermeister Ole von Beust können der Entscheidung viel Positives abgewinnen. Letzterer sollte allerdings vorsichtig argumentieren, befindet er sich doch im Wahlkampf und hat, momentan, die “Bild” auf seiner Seite.
Die Redaktion indessen verspricht, ihr Möglichstes zu tun. Dazu gehört, dass den 500 betroffenen Mitarbeitern umfassend geholfen werden soll – bei der Wohnungssuche, aber auch bei der Jobsuche des Partners und bei der Kinderbetreuung. So hat der Springer-Verlag bereits angekündigt, eine eigene Kindertagesstätte für die Journalistensprösslinge aufzumachen.
Mit “Bild”, “BamS”, “Welt” und “Welt am Sonntag” werden ab 2008 die wichtigsten meinungsbildenden Blätter des Springer-Konzerns in der Hauptstadt produziert werden.
[...mehr]Was ist “Pub Crawling”, zu deutsch:Kneipen kriechen? Touristen aus allen Ländern dieser Erde, meist jüngeren Alters, versammeln sich zu einer großen Gruppe und ziehen dann von Kneipe zu Kneipe.
Geleitet werden sie meist von einem sogenannten Berlin-Tour-Guide, der von einer Reiseagentur oder von einem Hostel angestellt ist. Start ist meist ein zentraler Treffpunkt in Berlin zum Beispiel in den Hackeschen Höfen. Vorteil davon ist die relativ hohe Dichte der Berliner Kneipen und Bars, sodass es zügig von einer zur nächsten Lokalität gehen kann. Wäre der Weg länger, würden einige der Pub Crawl Teilnehmer wohl nicht mehr lebend oder zumindest auf allen Vieren dort ankommen. Denn es werden zwischen den einzelnen Lokalen immer Wodka-Orangensaft oder andere hochprozentige Mischgetränke kostenlos ausgeschenkt.



