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Riko Author: 8
Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 26. Januar 2008 ist es durchaus lohnenswert, kleinere und unscheinbarere Museen aufzusuchen, die sich auf bestimmte Thematiken spezialisiert haben und mit interessanten Details aufwarten können. Eines dieser Museen ist das Heinrich Zille Museum im Nikolaiviertel.
Eingebettet in eines der ältesten Wohnviertel Berlins, dem Nikolaiviertel, hat sich das kleine Museum dem Berliner Maler Heinrich Zille verschrieben. Der „Pinsel-Heinrich“, wie er liebevoll von seinen Mitmenschen genannt wurde, feiert in diesem Jahr seinen 150 Geburtstag. Zille war vor allem für seine Milieu-Studien zur Jahrhundertwende bekannt, die er ohne Verschönerungen zu Papier brachte und diese noch mit satirischen Texten untermalte.
Der am 10. Januar 1858 in Radeberg bei Dresden geborene Heinrich Zille kam mit seiner Familie 1867 nach Berlin. Nach anfänglich sehr entbehrungsreichen Jahren und seiner Arbeit bei der „Photographischen Gesellschaft“ stieg Zilles Popularität durch die Mitarbeit an der satirischen Zeitung „»Simplicissimus«“. Dank der neugewonnen Popularität gelang es dem Maler auch nach seiner Entlassung bei der „Photographischen Gesellschaft“, bei der er 30 Jahre seines Lebens gearbeitet hatte, sich als freier Künstler zu etablieren. Zu seinen Freunden zählten unter anderem Käthe Kollwitz, August Gaul, Otto Nagel sowie Max Liebermann, die die Arbeiten des Moralisten Zille zu schätzen wussten. Seine satirischen und politisch-kritischen Zeichnungen fanden in großen Teilen der Bevölkerung großen Anklang und als der Künstler nach zwei Schlaganfällen 1929 zu Grabe getragen wurde, folgten dem Trauerzug über 2.000 Menschen.
Seit 2002 widmet sich das ausschließlich privat finanzierte Museum im Nikolaiviertel dem Maler Heinrich Zille. Zu sehen ist eine umfangreiche Sammlung von Zeichnungen sowie eine Dokumentation zum Leben und Wirken des Künstlers. Angesichts von 4,00 Euro Eintritt ist der Besuch auch außerhalb der „Langen Nacht der Museen“ ein lohnenswertes Unterfangen.
Adresse:
Propststraße 11, Nikolaiviertel
U- und S- Bahn bis Alexanderplatz
Bus 143, 148 und TXL bis Nikolaiviertel
Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr
1.April bis 31. Oktober – täglich 11.00 bis 19.00 Uhr
Telefon: +49 (030) 246 32- 500 [...mehr]
Auch in der der deutschen Hauptstadt ist der Aufschwung im vergangenen Jahr endlich angekommen, nachdem Berlin zunächst hinter den anderen Bundesländern weit hinterher hinkte. Konnte diese ein Wachstum um die zwei Prozent verbuchen, dümpelte Berlin bei einem Prozent.
Eine wichtige Stütze des wirtschaftlichen Aufschwunges in Berlin ist inzwischen der private Konsum geworden. Die privaten Verbraucher vertrauen dem Aufschwung und investieren nach Jahren der Zurückhaltung wieder mehr. Bundesweit gesehen, konnte der Haushalt erstmals seit 1969 wieder ausgeglichen gestaltet werden, auch wenn ein Plus von 70 Millionen angesichts der Gesamtverschuldung nur geringer Betrag ist. Auch 2008 soll es nach Meinung der Wirtschaftsinstitute mit dem Aufschwung weitergehen, auch wenn er etwas an Fahrt verliert. Man rechnet 2008 lediglich mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, in Berlin mit etwas mehr als zwei Prozent.
Dieser positive Trend ist auch auf dem Stellenmarkt Berlins deutlich erkennbar. In Berlin nahm die Zahl der Arbeitslosen weiter ab und es war der stärkste Zuwachs an Erwerbstätigen bundesweit zu beobachten. Inzwischen herrscht sogar ein großer Mangel an Fach- und Führungspersonal in der Hauptstadt. Viele Unternehmen beauftragen vermehrt Headhunter, die auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften sind, die den wirtschaftlichen Aufschwung weiter fördern können.
Die Unternehmen reagieren bisher skeptisch auf die Forderung nach hohen Tarifabschlüssen. Die steigenden Einkommen sollen weiterhin den privaten Konsum ankurbeln, damit dieser weiterhin als Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs fungieren kann. Jedoch möchten die Firma Ingenieure und Führungskräfte mit hohen Gehältern locken, um den Bedarf an offenen Stellen decken zu können. [...mehr]

