Beiträge von: Daniel
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Seit Mitternacht wird abgestimmt: Sollten mehr als 75% der Gewerkschafter zustimmen, dann könnte die BVG ab Mitte nächster Woche in (gegebenenfalls auch unbefristete) Streiks treten. Eine Zehntagefrist wolle man der Arbeitgeberseite noch lassen, um ein besseres Angebot vorzulegen. Danach sei, Zustimmung der Gewerkschafter vorausgesetzt, im Prinzip alles möglich. Gleichzeitig hat Verdi versichert, man wolle eventuelle Streiks frühzeitig ankündigen, um die Einwohner Berlins nicht unnötig zu belästigen. Seltsame Streiks sind das; mit vorbeugender Schadensbegrenzung.

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Die Berlinale ist vorbei, jetzt gilt es mal wieder, sich seine Wochenendbeschäftigung in Berlin selbst zu suchen. Das Musical „Miami Nights“ könnte da ein interessanter Tipp sein. Ein voller Erfolg bei der Eröffnung in München, eine Story um Eifersucht, Rhythmus und Intrige und eine sowohl begabte wie attraktive Hauptdarstellerin – das Musical Miami Nights hat das Zeug dazu, ein neuer Stern am Himmel des Berliner Musiktheaters zu werden.

Berlin Admiralspalast © flickr / mrfuse

Vom 26. Februar bis zum 16. März gastiert das 2002 in Düsseldorf uraufgeführte Stück am Admiralspalast in Berlin.
Die Hauptdarstellerin ist die in Berlin geborene Patricia Meeden. Für die männlichen Hauptrollen konnten Felix Maximilian und Marc Seitz gewonnen werden.

Die Story: Die Kellnerin eines Salsa- Cafés, Laura, wird vom Turnier- Tänzer Jimmy Miller zur neuen Tanzpartnerin erkoren. Durch sie lernt er die für ihn bis dato fremde Welt des Salsa kennen. Seine alte Tanzpartnerin, Jessica Diamond, versucht derweil, durch Intrigen und zeitweiliges Verbünden mit Jimmys Erzrivalen Roy Fire, ihren alten Platz an Jimmys Seite wiederzubekommen.

Die Musik: Spricht vor allem Liebhaber von Klassikern an, das Setting der Story ist nun mal das Miami der 80er Jahre. Madonna, Gloria Estefan, George Michael und Salsa. Für Liebhaber dieser Kombination dürfte sich hier ein schöner Abend bieten.

Auf jeden Fall stellt das Musical mit seinem populären Thema eine schöne Ergänzung zu den anderen Shows in Berlin dar.

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Nach der Berlinale …

Kategorie: Vermischtes
20. Februar 2008

… braucht man vielleicht ein paar Tage, um sich daran zu erinnern, dass Berlin bloß Hauptstadt Deutschlands ist: Die Bären sind verteilt, die roten Teppiche wieder eingewickelt und sorgsam verstaut fürs nächste Jahr. Aber die Zeitungen haben sich noch nicht vollständig vom Berlinale-Zustand erholt.

Der “Tagesspiegel” beispielsweise veröffentlichte ein Interview, dessen einziger Zweck es ist, Madonnas Menüfolge anlässlich eines Besuchs im “Entrecôte” zu resümieren. Ich möchte ja nicht bestreiten, dass die Öffentlichkeit ein Recht hat zu erfahren, was Madonna so isst (Friséesalat, Seezunge) oder mit wem (drei Männer). Aber sind das wirklich die Themen, denen sich die größte Tageszeitung Berlins widmen sollte?

Obwohl Madonnas Abendessen recht wenig Skandalpotenzial zu bieten scheint, wären solche Interviews doch besser in der “BZ” aufgehoben. Naja, sei’s drum: Für die nächsten zwölf Monate müssen wir uns wieder mit vermeintlich seriösen Themen beschäftigen.

Adieu, Seezunge. Jetzt ist die Berlinale wohl endgültig vorbei.

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Die Berliner Luft ist ja durch Paul Linckes Hymne Teil des Deutschen Kulturguts geworden. Offensichtlich ist sie einigen Verantwortlichen der Berliner Parteien schon seit längerem zu dreckig.

Leere Straße © flickr.com/pualv

Nach der umstrittenen Einführung der Umweltzone, mit der wohl eine Großzahl an älteren Autos nicht mehr in die Innenstadt dürfen, wurde dem Senat am Montag ein neuer Antrag vorgelegt. Dieser sah ein verbindliches Autoverbot für Sonntag, den 1. Juni, vor. Mitglieder der SPD, der Linken sowie der Grünen hatten unterschrieben.

Der Berliner Senat hat jedoch, wie die Berliner Zeitung berichtete, den Antrag als rechtswidrig zurückgewiesen. So ist sich jetzt wohl auf einen freiwilligen Autoverzicht geeinigt worden, ein Verbot käme jedoch nach der gegenwärtigen Rechtslage nicht in Frage. Nachdem schon in Hamburg der Autofreie Sonntag kein Erfolg war, da auch dieser nur auf freiwilliger Basis stattfand, dürfte die Initiative in Berlin mit der Ablehnung eines verbindlichen Autoverbotes wohl als gescheitert gelten.

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Berlin Tempelhof Nachtflug © flickr / extranoise

Bis gestern erhoben 203.408 Berliner, also deutlich mehr als die benötigten 170.000, ihre Stimme gegen eine Schließung des Flughafens Tempelhof. Das Volksbegehren der Initiative City- Airport Tempelhof (ICAT) war ein voller Erfolg!

Damit hat die ICAT geschafft, was zu Anfang des Projektes nicht abzusehen war: Der Senat muss sich nun erneut mit der Stilllegung vom Flughafen Tempelhof beschäftigen.

Sollte diese erneut bestätigt werden, wäre der nächste Schritt ein Volksentscheid, der dann bei Erfolg wie ein Beschluss des Abgeordnetenhauses wirken würde.

Man darf gespannt sein, wie sich die Sache entwickelt – so hoffnungslos wie noch im letzten Jahr ist das Anliegen der ICAT nach diesem Resultat sicherlich nicht mehr.

 

P.S. In dem Video sieht man ganz gut, wie nah die Häuser an der Einflugschneise dran sind. Ich wollte da nicht wohnen…

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Riesige Werbeplakate von Bushido und Ebay thronen über einem trostlosen Bild: Der einstige Dreh- und Angelpunkt des Berliner Westens verkommt seit dem Fahrplanwechsel 2006 immer mehr.

Bahnhof Zoo © flickr / solarikon

Die damalige Neustrukturierung bewirkte, dass nur noch Regional- und S- Bahnen am Zoologischen Garten halten. Die für den Fahrgastverkehr so wichtigen ICE- Züge wurden unter anderem auf den neu errichteten Hauptbahnhof umgeleitet. Jetzt halten nur noch Nachtzüge der Deutschen Bahn in Berlin Zoo.

Die Folge davon – ein massiver Rückgang der Besucherzahlen in den letzten zwei Jahren.
Berlin Bahnhof Zoo Bettlerin © flickr / malidinapoli Mit sinkendem Umsatz kommt ein wechselndes Publikum. Die 90er Jahre hatten vergessen gemacht, dass die Vergangenheit des S- Bahnhofs Zoologischer Garten alles andere als schön ist: Schon vor zwanzig Jahren war ein Tiefpunkt erreicht, der Bahnhof präsentierte sich als Treffpunkt der Drogen- und Strich- Szene.

Auch wenn dieser Aspekt nie ganz verschwunden ist, in der Rolle als zentraler Anlaufpunkt imU Bahnhof Zoo © flickr / solar ikon wiedervereinigten Westberlin überwogen andere Facetten des Bahnhofs. Jetzt zeichnet sich eine Rückkehr zu alten Übeln ab. Es ist dreckig wie noch nie. Trotz Rauchverbot überall Kippenstummel. Menschen schlafen auf Zeitungen. Die wenigen Ordnungskräfte sind eher überfordert als hilfreich. Es riecht nach Erbrochenem. Ein Ort, den man am liebsten ganz schnell wieder verlässt.

Die Bahn hat Umstrukturierungen versprochen. Das Plakat mit dem Maulwurf ist im Vergleich zur überdimensionalen Werbung ziemlich klein, es redet davon, dass alles besser wird. Konkrete Änderungen vermisst man aber. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Bahnhof wieder erholt.

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Mit dem 1. Januar 2008 trat in Berlin, gleichzeitig mit Köln und Hannover – eine der ersten bundesdeutschen Umweltzonen in Kraft. Kraft des Gesetzes dürfen nun nur noch Fahrzeuge mit der grünen Plakette frei in die ausgewiesenen Zonen einfahren. Wer keine Plakette hat oder auch keine erhält und trotzdem die gewohnten Wege fährt, wird mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg belegt – aber erst ab Februar.

Heiß wurde sie diskutiert, gestritten wurde auch, Sammelklagen angekündigt – Und wie sieht es nun aus, da sie da ist?

Typisch berlinerisch, würde ich sagen, alles wird mit Gelassenheit und einem gewissen Achselzucken umgesetzt. Erstens bleibt ja noch die straffreie Übergangszeit, in der nur Ermahnungs- oder Erinnerungszettel verteilt werden. Zudem hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Stichprobe rund um den Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor festgestellt, das in Berlin bereits rund 75 Prozent der Kraftfahrzeuge über den grünen Freifahrtschein verfügen. Plaketten-Kontrolle der DUH

Der Rest waren zumeist Ausländer, die nicht von der Regelung wussten oder Besucher aus dem Umland, die sich für den Kurzbesuch während der Übergangsfrist noch keine Plakette besorgt hatten. Aber insgesamt stellten die Plakettenkontrolleure der DUH fest, das man Ihnen mit viel Verständnis begegnete.
Auch die Bezirke stehen zum Teil noch n den Startlöchern, so sind in Mitte die Hinweiszettel noch im Druck, während im Bezirk Charlottenburg-Schöneberg bereits am ersten Tag 540 Fahrzeuge ohne Plakette gezählt wurden.

Mich erinnert das Ganze ein wenig an die Aufregung um die Kat-Plaketten, die einst jeder haben MUSSTE, die dann aber nie von Bedeutung waren. Aber jetzt geht es ja um Feinstaub, da wird dann hart durchgegriffen – und ehrlich gesagt, gut, dass da was passiert. Leider ist überhaupt noch nicht klar, wie viele der Staubschleudern dann draußen bleiben müssen. Die Messwerte der Umweltstationen werden zeigen, was es letztendlich bringt. Auf jeden Fall werde ich mich nachher auf den Weg machen und die Plakette besorgen, zu Fuß natürlich, das schont die Umwelt am meisten!

Die CO2-Steuer droht und bald auch noch eine Strafe für den Ausstoß von Stickoxiden – Ich frage mich manchmal, warum man dies nicht auch als Begründung für ebenfalls zum Jahreswechsel in Kraft getretene Rauchverbot genommen hat….

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Philologische Bibliothek FU Berlin

Was hat sich Berlin im vergangenen Jahr gefreut, als die Freie Universität zur Elite-Universität erwählt wurde. Damit ist die deutsche Hauptstadt nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Wissenschaftsstandort auserkoren worden.

Das Sinken des Bildungsniveaus im internationalen Vergleich sowie die notorische Finanzknappheit an den deutschen Hochschulen waren ein nahrhafter Boden für eine Debatte über eine Bildungsreform. Um möglichst schnell wieder im internationalen Vergleich bestehen zu können, kam man auf die Idee Elite-Universitäten einzuführen, die mittels stärkerer finanzieller Unterstützung Forschung und Wissenschaft auf einem erheblichen höheren Niveau durchführen können. Eine dieser zehn Elite-Universitäten, von denen übrigens sechs im Bundesland Bayern gelegen sind, ist nun die FU-Berlin geworden.

FU BerlinKaum war die erste Freude der Realität gewichen, sah sich das Land Berlin einer neuen Herausforderung gegenüber – woher sollen die Gelder für die neue Elite-Universität kommen? Im chronisch klammen Landes-Haushalt können keine separaten Gelder für Bildung bereit gestellt werden, dies wiederum würde heißen, dass die anderen Universitäten wie die renommierte Humboldt-Universität oder die Technische Universität mit weiteren Etatkürzungen auskommen müssten. Letztendlich wäre es so, dass für die Förderung einer Elite-Universität ein Abstieg der anderen Universitäten in Kauf genommen werden würde, womit langfristig gesehen, die Spanne zwischen den jeweiligen Universitäten immer größer werden würde.

Eine Lösung wären die schon seit geraumer Zeit angedachten Studiengebühren. Während andere Bundesländer trotz des kurzen Zornessturm der Studenten längst zu dieser Maßnahme gegriffen haben, blieben die Berliner Studenten davon bisher verschont. Um das Bildungsniveau in Berlin konstant anheben zu können, werden Studiengebühren zwangsläufig kommen. Die Ernennung der FU-Berlin zur Elite-Universität beschleunigt diesen Prozess lediglich.

Trotz aller Bemühungen wird die Einführung von Elite-Universitäten nicht zu einem Anheben des Bildungsniveaus führen. Die Verantwortlichen in der Politik haben sich von einem Mythos blenden lassen, denn selbst Harvard lebt mehr von seinen Anekdoten und seinem Mythos, als von seiner wissenschaftlichen Arbeit. Den deutschen Universitäten ist es im Laufe der Jahre nicht gelungen, sich ein ähnliches Renommee zu erarbeiten. Der Mythos Harvard hatte zur Folge, dass sich die Wirtschaft für deren Abgänger in solchem Maß interessierte, dass diese nach einem Abschluss fast eine Jobgarantie hatten. Welche Universität in Deutschland kann dies von sich behaupten?

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Berliner Lustgarten

In knapp einem Monat ist es wieder soweit – die „Lange Nacht der Museen“ erwartet zahlreiche Besucher in der deutschen Hauptstadt. Am Samstag, den 26. Januar, kann man zwischen 18 Uhr und 2 Uhr für nur 15 Euro die Museen von Berlin besichtigen.

Dabei sind dem Besucher keine Grenzen gesetzt. Ob Museen, Kirchen, Ausstellungen oder andere Sehenswürdigkeiten –was man sehen möchte, bleibt einem selbst überlassen. Dank der eingerichteten Busshuttles und den regulären Bahnverbindungen lässt sich jeder Veranstaltungsort problemlos erreichen.

Berliner DomWenn man sich thematisch nicht binden möchte, empfiehlt sich eine lokale Besichtigung wie die historische Mitte Berlins. Rund um den Berliner Lustgarten findet sich der Berliner Dom, die Museuminsel, der Bebel, das Deutsche Historische Museum, die Nationalgalerie und die Humboldt-Universität. So bietet das Historische Museum eine Dauerausstellung zur Deutschen Geschichte im Zeughaus und eine zeitlich begrenzte Ausstellung mit dem Thema „NOVOS MUNDOS – NEUE WELTEN
Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen“ an. Im Berliner Dom kann man den Orgelkonzerten lauschen oder die Gruft mit den Königsgräbern besuchen. Der Besuch des historischen Berlins ist eine Reise durch die bewegende Vergangenheit der Stadt.

Schloss CharlottenburgWer es etwas moderner möchte, begibt sich hingegen zur Neuen Mitte Berlins – dem Potsdamer Platz. Umrahmt von der futuristischen Kulisse des Potsdamer Platzes ist das Kulturforum diesmal das logistische Zentrum der „Langen Nacht der Museen“. Der Radiosender „Radio Eins“ begleitet von einem gläsernen Studio“ aus, welches am Kulturforum errichtet wird, die „Lange Nacht der Museen“. Der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit wird um 18 Uhr das Berliner Museumportal feierlich eröffnen.

Eine alternative Adresse ist das Schloss Charlottenburg. Der prächtige Bau mit seinen einzigartigen Prunksälen und Ausstellungen ist immer einen Ausflug wert. Zudem befinden sich in der unmittelbaren Nähe des Schloss das Bröhan-Museum, das Rathaus Charlottenburg, das Museum Berggruen sowie das U-Bahn-Museum.

Die Karten lassen sich an allen Veranstaltungsorten erwerben. Im Vorverkauf kosten die Karten lediglich 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) und an den Abendkassen 15 Euro. Die „Lange Nacht der Museen“ ist eine einzigartige Möglichkeit Berlin zu entdecken. Am sinnvollsten wäre es sicherlich, man schnappt sich den Reiseführer Berlin und sucht sich dann die interessantesten Museen raus, die man dann in der langen Nacht der Museen besichtigen möchte. Aufgrund der Fülle, sollte man sich eventuell auf zwei oder drei Museen konzentrieren.

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