Die neuen deutschen Bundesländer, Berlin eingeschlossen, sind immer die Sorgenkinder, wenn es um die Verkündung der neuen Arbeitslosenzahlen geht. Wie die Bundesagentur für Arbeit verkündete, ist die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat auf 8,1 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 94.000 Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat und einem von 563.00 gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser erfolgreichen Meldung hatten Experten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet.
Dieser positive Trend setzt sich auch bei den Jobs in Berlin fort. So fanden immerhin 3.439 Menschen einen neuen Job in der Bundeshauptstadt, weshalb die Zahl der Arbeitslosen auf 244.804 sank – dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 14,2 Prozent. Damit liegt Berlin immer noch klar über dem bundesweiten Durchschnitt und bietet genügend Ansätze neue Stellenangebote zu schaffen. Immerhin lag die Zahl der offenen Stellen in der Hauptstadt bei 39.982, die noch genügend Freiraum lassen.
Während von den Firmen immer wieder bemängelt wird, dass bestimmte Stellen nicht adäquat besetzt werden können, äußerte sich der Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gegenüber der Osnabrücker Zeitung ganz anders: „einen dramatischen Mangel gibt es aber nicht!“
Nun muss man in Berlin schauen, ob man die Wachstumsbranchen in der Wirtschaft weiter fördern kann, um im Bundesvergleich nicht weiter das Nachsehen zu haben.
