Beiträge vom: November, 2007
Flohmärkte und Großstädte gehören einfach zusammen:
Keine Großstadt in Europa, die nicht den ein oder anderen, manchmal sogar über die Landesgrenzen hinaus bekannten Markt für Kleidung und Kurioses, Überteuertes und nahezu Verschenktes, für Kunst und Kommerz, Buletten und Banalitäten, für Schätze und Schrilles hat. Ob der “Marche de puces” in Paris, der “Portobello Market” in London oder der “El Rastro” von Madrid – Viele sind dem besondern Charme des kollektiven Staunen, Schauen, Schieben und Shoppen im Dunst vom Bier und Bratwurst verfallen…
Während in der der Fläche eher der Ratschlag gilt, nur die seltener stattfindenden größeren Märkte aufzusuchen, wenn man Neuwaren oder professionelle Händler meiden will, bieten die Großstädte auch auf den regelmäßigen Veranstaltungen oft genug Sehenswertes.
[...mehr]Sex, Yoga und der Mietspiegel
Ich wohne erst zwei Monate in Berlin, habe aber schon einige aufregende Mieter-Erfahrungen gemacht: Mir wurde Strom geklaut; meine Nachbarn hatten genussvoll Sex (möglicherweise haben sie auch einen Wellensittich erdrosselt); der kleine Junge unter uns übt regelmäßig Trompete; eine Frau hat mir einen Zettel in den Briefkasten gesteckt, da stand drauf, sie würde mich gerne hypnotisieren. Im Gegenzug dürfen meine Nachbarn teilhaben, wenn ich über den Staubsauger stolpere oder mir den Kopf an einem der tiefhängenden Regale stoße. Es ist halt alles ein bisschen eng – aber gemütlich: Wohnen in Berlin hat ganz eigene Qualitäten. Wenn ich Wein kaufen will, fahre ich eine Dreiviertelstunde U-Bahn; Bier bekomme ich an der Ecke, auch sonntagmorgens um sieben. Kürzlich habe ich gelesen, dass es auf dem Prenzlauer Berg Leute gibt, die ihre dreijährigen Kinder zum Yoga schicken. Wo ich wohne, in Neukölln, macht keiner Yoga; bei uns ist Hypnose schick.
[...mehr]Maik Schwolow (41) war eigentlich nur einer von – gelinde geschätzt – mehreren zehntausend Berlinern, die ihr Geld mit Wohnungsauflösungen verdienen. Wenn man die Bundeshauptstadt als Organismus betrachtet, dann sind Wohnungsauflöser die Verdauungsbakterien.
[...mehr]Immer mehr Hoteliers lehnen es ab, NPD-Funktionäre zu beherbergen. Jetzt mussten die Rechten ihren Landesparteitag in Brandenburg veranstalten – In Berlin wollte sie niemand.
[...mehr]Ich komme eigentlich nicht aus Berlin, sondern aus Mainz. Mainz sagt ja inzwischen vielen Leute etwas, weil Kurt Beck von Mainz aus die Bundesrepublik regieren möchte. Außerdem sieht man die Stadt am Rhein einmal im Jahr im Fernsehen, am Rosenmontag, sechs Stunden am Stück.
[...mehr]Aufgrund akuten Personalmangels liebäugelt die CDU mit dem Gedanken, das Ordnungsamt von Reinickendorf künftig durch Rentner und Arbeitslosengeld-II-Empfänger verstärken zu lassen.
[...mehr]Nach dem Zweitauto, der Zweitfrau und dem Zweitjob entdecken beängstigend viele Berliner jetzt den Zweithund. Das macht mich nervös. Besonders in Hinblick auf die möglichen Motive der Hundehalter:
[...mehr]Berlin ist längst eines der beliebtesten Reiseziele Europas, besonders die Deutschen besuchen ihre Hauptstadt gerne. Eine aktuelle Studie belegt, dass der Boom langfristig halten könnte.
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